Der blinde Fleck von Continuous Integration

Blinder FleckAn english version of this blog entry can be found at https://schneide.wordpress.com/2009/12/28/a-blind-spot-of-continuous-integration/

Am Montag früh brach nach einem Routine-Update unseres CI-Servers und anschließendem manuell gestartetem Baudurchgang plötzlich ein Test in einem Projekt, das seit Wochen keine Änderung mehr erfahren hatte.

Die Analyse des Tests zeigte relativ schnell, dass offensichtlich die A-TRIP Regeln für gute Unit Tests verletzt wurden und der Test unter Verwendung des aktuellen Zeitpunkts Datumsberechnungen in die Zukunft und die Vergangenheit testet. Am Sonntag früh wurde auf Sommerzeit umgestellt, so dass dem Test plötzlich eine Stunde in der Vergangenheitsberechnung fehlte.

Den Test zu beheben war einfach, allerdings war er bereits seit Mai 2006 im Projekt enthalten. Seitdem muss dieses Projekt immer um die Zeitumstellung herum inaktiv gewesen sein. Unser Continuous Integration hat das Problem jedenfalls erst jetzt (und auch da nur durch den Zufall einer CI-Aktualisierung zum richtigen Zeitpunkt) gefunden.

Die Phänomene, die durch ungeschickte Unit Tests hervorgerufen werden, sind mit einem verdachtunabhängigen Nightly Build scheinbar zuverlässiger zu finden als mit Continuous Integration. Eine Kombination beider Techniken scheint uns nach dieser Erfahrung lohnenswert zu sein.

Unabhängig von CI oder Nightly Builds gilt: Ein Unit Test, der den Konstruktor von Date, DateTime, Calendar oder einer ähnlichen Klasse aufruft, ist vermutlich ein schlechter Unit Test.

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